_MACABER, MACABER

Es sagte Mark Twain:
Warum haben Friedhöfe eigentlich immer eine Mauer drumherum? Die, die draußen sind, wollen doch sowieso nicht hinein. Und die, die drinnen sind, können nicht heraus.

Es stand in der Zeitung das Inserat: Teile hierdurch meinen Freunden und Bekannten mit, dass mir der Tod gestern meine innigstgeliebte Gattin entriss, just in dem Augenblick, in dem sie mir ein kräftiges gesundes Mädchen schenkte, für das ich eine gute, liebevolle Amme suche, bis ich eine neue Lebensgefährtin gefunden habe, jung, hübsch und im Besitze von etwa 20 000 Dollar, die imstande ist, mein renommiertes Wäschegeschäft zu leiten, dessen Lager ich in den nächsten beiden Wochen ausverkaufe, weil ich mein neues Geschäftshaus in der Riverstreet beziehe, wo selbst noch schöne Wohnungen und Geschäftslokale preisgünstig zu vermieten sind.

Es geschah im Arbeitszimmer des Dichters: Ein Bekannter Friedrich Rückerts war gestorben. Der Dichter setzte sich an den Schreibtisch, um einen Kondolenzbrief zu schreiben. Stunden später fand ihn seine Frau in Tränen aufgelöst. "Aber, Friedrich," sagte sie, "so nahe stand der uns doch gar nicht!" "Nein", schluchzte der Dichter, "aber lies doch mal!"

Es steht die Grabinschrift im Salzburgischen: Hier ruht, von manchem Mahle satt, ein wohlgemästeter Prälat. Sein Wille ist, daß man ihn ruhen läßt, bis man zur Himmelstafel bläst!

Es sagte Rossini zu dem jungen Komponisten: Ein junger Komponist legte Rossini eine Trauerkantate auf den Tod Meyerbeers vor. Der Meister prüfte das Werk und bemerkte:"Umgekehrt wäre besser." "Was meinen Sie?," fragte der junge Mann. "Ich meine, es wäre besser, dass Sie, nicht wahr, und Meyerbeer komponiert hätte."

Aus den Akten: "Johann Hus erlitt zu Konstanz die Qualen der Verbrennung und zwar im Hochsommer 1415, als es ohnehin unerträglich heiß war."

Aber nun Schluß mit lustig. Hier ist eine echte Todesanzeige aus Urspring, die auf grausame Weise Paulines Leben verändert.