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_WAS DAMALS IN DER ZEITUNG STAND ...
___15.1984
ALLGÄUER TAGBLATT Oberstdorf/Riezlern
Seit Tagen suchen
die 14.1.1984 ALLGÄUER TAGBLATT Oberstdorf/Ritzlern Seit Tagen
suchen die Bergrettungsmannschaften aus dem Walsertal und aus Oberstdorf
nach zwei vermissten Kindern aus England. Sie waren am nachmittag
vor zwei Tagen mit dem Wannenköpflelift auf den Ifen aufgefahren.
Zu diesem Zeitpunkt herrschte stark eingeschränkte Sicht -
aus diesem Grund waren auch nur wenige Skifahrer unterwegs. In Begleitung
ihrer Mutter, einer gebürtigen Italienerin, fuhren die beiden
Kinder (4 und 7) über die Gottesackerwände talwärts.
Die Mutter verlor sie aus den Augen. Nachdem sie stundenlang nach
ihren Kindern gesucht und gerufen hatte, wurde sie von dem Skitouristen
Heinz O. aus Wintersberg in die Auenhütte begleitet. Er stützte
die völlig ausgekühlte, verzweifelte Frau. Unserer Korrespondentin
gegenüber äußerte er: "Sie tut mir entsetzlich leid.
Es muß furchtbar sein, seine Kinder dort oben im Berg zu wissen!"
Die eilends alarmierte Bergwacht fuhr sofort hinauf und suchte bis
zum Einbruch der Dunkelheit nach den beiden Kindern. Zum Glück
ist es für diese Jahreszeit nicht allzu kalt - es besteht Hoffnung,
daß sie an einer geschützten Stelle die Nacht überlebt
haben können. Sollten die Kinder doch alleine zu Tal gekommen
sein - was nicht auszuschließen ist -, so bitten wir, denjenigen,
der sie gesehen hat, um sofortige Meldung beim Allgäuer Tagblatt
oder allen Polizeidienststellen. Der Junge (7) trägt einen
blauen Skioverall, schwarze Stiefel und eine schwarze Mütze
mit roten Schriftzeichen. Seine Haare sind blond, seine Augen blau.
Das Mädchen (4) hat einen olivfarbenen Teint, schwarze Augen
und dunkle lockige Haare. Sie ist mit einem gelben gesteppten Anorack
und einer schwarzen Thermohose bekleidet. Ihre Skier und Stiefel
sind weiß, sie trägt einen roten Plastikhelm. Unsere
Korrespondentin wird weiter berichten.
___15.1984 ALLGÄUER TAGBLATTT Oberstdorf/Riezlern
Noch immer geht die Suche nach den zwei vermissten Kindern aus England
weiter (wir berichteten). Wie unsere Korrespondentin vor Ort mitteilt,
ist der Vater der Kinder inzwischen aus London im Walsertal eingetroffen.
Die Suchmannschaften sind inzwischen reduziert worden, jedoch hat
man die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben. Es ist allerdings unwahrscheinlich,
dass die Kinder noch am Leben sein können, wenn sie sich im
Freien aufhalten. Es wird vielmehr vermutet, daß sie doch
in irgendeinem Haus Unterschlupf gefunden haben, da die Suchmannschaften
auf dem Berg nicht fündig geworden sind. Falls jemand die Kinder,
deren Aussehen wir hier noch einmal beschreiben, gesehen hat, bitte
sofort melden, entweder bei der Allgäuer Zeitung oder bei den
zuständigen Polizeidienststellen in Österreich und Deutschland.
Der Junge (7) trägt einen blauen Skioverall, schwarze Stiefel
und eine schwarze Mütze mit rotem Schriftzeichen. Seine Haare
sind blond, seine Augen blau. Das Mädchen (4) hat einen olivfarbenen
Teint, schwarze Augen und dunkle lockige Haare. Sie ist mit einem
gelben gesteppten Anorack und einer schwarzen Thermohose bekleidet.
Ihre Skier und Stiefel sind weiß, sie trägt einen roten
Plastikhelm. Unsere Berichterstattung wird fortgesetzt.
___18.1.1974 ALLÄUER TAGBLATT Oberstdorf/Rietzlern
Der Vater der vermissten Kinder (wir berichteten) wohnt noch im
Ifenhotel in Rietzlern, seine Frau hingegen ist abgereist. Wir konnten
dem Gramgebeugten einige Fragen stellen. Haben Sie die Hoffnung
aufgegeben? "Nein, niemals! So lange noch die allerkleinste Chance
besteht, dass meine Kinder noch am Leben sind, werde ich diesen
Ort nicht verlassen!" Sie kennen sich gut aus hier? "Oh, ja, wir
kommen schon seit Jahren ins Walsertal zum Skifahren." Waren ihre
Kinder gute Skifahrer? "Ja, sie haben es beide frühzeitig gelernt.
Auch meine Frau ist eine ausgezeichnete Skifahrerin, sie ist in
der Nähe der Berge aufgewachsen. Sie hat es beiden Kindern
beigebracht. Zuerst sind sie zwischen ihren Beinen gefahren, dann
alleine." Was, glauben Sie, ist passiert? "Ich weiß es nicht.
Ich erlaube mir nicht zu sprekulieren, was gewesen sein könnte.
So lange noch Hoffnung besteht, daß sie irgendwo Unterschlupf
gefunden haben, klammere ich mich an diese Erklärung." Und
ihre Frau? Hat sie die Hoffnung aufgegeben? "Wie können Sie
es wagen, so etwas zu sagen! Sie ist zurück gefahren, weil
sie diesen Rummel einfach nicht mehr ertragen konnte." Wir danken
Ihnen für dieses Gespräch.
Falls es Neuigkeiten gibt, werden Sie es im ALLGÄUER TAGBLATT
als erste erfahren. Denn wir bleiben am Ball!
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es gibt solche und solche Tage
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